Volkshochschule Mosbach

Das fränkische Kaisergeschlecht der Salier

Freitag, 16. März: 17.00 Uhr, "VHS am Obertor":
0052 Das fränkisches Kaisergeschlecht der Salier
Vortrag von Ernst Straub
Die Salier waren ein fränkisches Adelsgeschlecht im Heiligen Römischen Reich des 11. bis 12. Jahrhunderts.

Nach dem Ende des Weströmischen Reiches traten zunächst die Merowinger geschichtlich in Erscheinung, ein Teilfürstengeschlecht der salischen Franken. Die Salier aber drängten weiter nach Süden. Daraufhin teilten ihnen die Römer Siedlungsgebiete zu um sie zu befrieden. Unter der karolingischen Herrschaft, die die Merowinger ablöste, trennten sich im frühen 10. Jahrhundert das west- und das ostfränkische Reich endgültig voneinander. Die mittelalterlichen Strukturen waren um diese Zeit nur schwach ausgebildet. Der Staat in unserem heutigen Verständnis hatte mehr oder weniger nur geringen Einfluss. Aber bereits unter den Ottonen und den Saliern war eine Konstanz der Grenzen gegenüber Frankreich aber auch im Osten zu Böhmen und Ungarn erkennbar.

Die Dynastie der Salierkönige und Kaiser begann mit Konrad II. im Jahre 1027. In diese Zeit fällt auch der von ihm begonnen Bau des romanischen Doms zu Speyer, der später unter Heinrich IV. vollendet wurde. Nach dem Tod Konrads II. folgte sein Sohn Heinrich III. auf den Thron. Er unterstützte die Klosterreform aus Cluny. Durch den frühen Tod Heinrich III. kam sein ältester Sohn Heinrich IV. bereits im Alter von zwölf Jahren auf den Thron. Nun wurde das Vorschlagsrecht des Kaisers für einen Papst relativiert. Heinrich IV. ging nach Canossa und wurde vom päpstlichen Bann gelöst. Heinrich V. war der vierte und letzte Herrscher der Salierdynastie. Er nahm seinen Vater gefangen und zwang ihn zur Abdankung. Dass er aber auch zu Kompromisslösungen fähig war, zeigte er beim Abschluss des Wormser Konkordats, mit dem er 1122 den seit Jahrzehnten schwelenden Investiturstreit mit dem Papsttum beendete.

In der Herrschaftszeit der Salier gab es drei maßgebende Städtezentren in Europa - das Gebiet des Niederrheins, Oberitalien und Südfrankreich. Die Strukturen, die sich im 11. bis 13. Jahrhundert in allen europäischen Reichen ausgeformten, bewahrten später Kontinuität bis in das 18. Jahrhundert hinein. Dazu vermittelt der Vortrag interessante Einblicke.

Gebühr: 6,00 Euro / Anmeldungen bei der VHS-Geschäftsstelle sind erbeten!


Ort: Mosbach

Zur Anmeldung Anmelden für diese Veranstaltung

Zurückschalter Zurück in die Übersicht

Valid XHTML 1.0 Strict